Spielen frühkindliche Reflexe bei meiner Migräne eine Rolle?

Eine Migräne kann viele Ursachen haben und geht sehr häufig tiefer. Heißt, dass sehr häufig auch ein oder mehrere seelische Anteile beteiligt sind. Deshalb ist bei einer Migräne immer nötig, komplett individuell hinter das Problem zu blicken. Hier können wir separat exakt Ihre individuelle Ursachenkette bestimmen und Sie so zielgenau unterstützen. 

Neben der seelischen Komponente, die immer beteiligt ist, können zusätzlich auch ein Vitalstoffproblem (Vitalstoffüberschuss!), ein funktionelles Thema in Form von Asymmetrien sowie vier frühkindliche Reflexe die Auslöser einer Migräne sein. Diese vier Reflexe sind der Saugreflex, der Asymmetrisch Tonische Nackenreflex (ATNR), der Spinale Perez sowie der Spinale Galant, auf die wir hier nun jeweils kurz eingehen.

  • Der Saugreflex hat seinen Namen vom Saugen an der Brust der Mutter. Bei diesem Reflex geht es um die Suche nach etwas, was mich erfüllt/ sättigt bei gleichzeitiger Angst, zu wenig zu bekommen. 
    --> Der Saugreflex ist ein vegetativer und emotionaler Reflex. Er nimmt Einfluss auf unsere Psyche und somit auch auf unsere Seele. Die durch diesen Reflex verursachten seelischen Blockaden können unter Umständen zu einer Migräne führen. 
  • Der Asymmetrisch Tonische Nackenreflex (kurz ATNR) ist unser größter Balance bzw. Stabilität bringender Reflex. Ausgelöst wird der ATNR über die Kopfrotation. Wird der Kopf nach rechts gedreht, strecken sich der rechte Arm und das rechte Bein aus, während sich die Extremitäten auf der linken Seite beugen. Und vice versa. Durch die vom ATNR gesteuerten Überkreuzbewegungen integrieren (verbinden) sich beide Gehirnhälften. Es differenzieren sich rechte und linke Körperhälfte mit klarer Mittellinie aus (rechts – links – Unterscheidung), wodurch die Seitendominanz entsteht.
    --> Ist der ATNR bei Ihnen nur einseitig noch hyperaktiv, ist Ihr Körper automatisch seit Ihrer frühkindlichen Entwicklung anatomisch betrachtet asymmetrisch. Selbst durch umfangreiches Training und verschiedenste Therapieansätze bekommen Sie diese Asymmetrien und den damit verbundenen Kompensationen nur äußerst selten komplett aus Ihrem Körper. Wenn Sie eine durch diesen Reflex verursachte Asymmetrie haben, kann dies eine Ursache für Ihre Migräne sein.

  • Die Idee des Spinalen Perez ist eine Schutzspannung der Wirbelsäule, so dass wir bei drohender Gefahr oder einem gefährlichen Reiz eine Schutzhaltung einnehmen, als auch der koordinierte, gekreuzte Bein-Rücken-Spannungsaufbau. 
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    Im integrierten – nicht daueraktiven – Zustand kann Lockerheit und Leichtigkeit zugelassen werden, ohne auf jeden (epikritischen) Reiz reagieren zu müssen. Ist dieser Reflex bei Ihnen noch aktiv, kann dies zu starken Verspannungen führen, welche eine Migräne auslösen kann.

  • Der Spinale Galant hat das Ein- bzw. Rausdrehen aus dem Geburtskanal zur Aufgabe. Er ist wichtig für die Entwicklung der Körperdrehbewegungen (Rotationen  vgl. Richtungswechsel im Sport), für die Entwicklung des Gleichgewichtssinns sowie für die Entwicklung der Motorik („um … zu …“).
    --> Eine einseitige Hyperaktivität des Spinalen Galants kann eine einseitige Krümmung der Wirbelsäule bewirken. Durch diese anatomische Asymmetrie kann es, wie auch beim ATNR, zu einer Migräne kommen.

Wie Sie an den oben genannten Erklärungen erkennen, können unsere frühkindlichen Reflexe durchaus mit eine Ursache für Ihre Migräne sein. 

Durch eine individuelle Untersuchung sowie den anschließenden Behandlungen, u.a. durch die Integration der bei Ihnen nötigen Reflexe, helfen wir Ihnen mit praxisbewährten Methoden bei Ihrer Migräne.